Berichte

Ein Gründungsmitglied berichtet von seinem Schicksal und den positiven Folgen:

Warum gründet man als insolvente Person einen Verein, der sich mit Problemen anderer Menschen befasst, obwohl man doch selbst genügend eigene Schwierigkeiten zu überwinden hat?

Was waren meine Beweggründe um so ein Bündnis ins Leben zu rufen ?

Seit 1990 habe ich sowohl in meiner Firma als auch in meiner Heimatstadt sehr viel bewegt und geschaffen. 78 Familien fanden bei mir Arbeit und hatten ein sorgenfreies Leben. In meiner Firma hingen Ansichtskarten aus aller Welt. Es waren die Urlaubsgrüße von meinen Mitarbeitern. Ich selbst habe mit meiner Familie und mit meinen Kindern nur 2 mal in 10 Jahren Urlaub gemacht und habe die schönen Dinge des Lebens nicht genießen können.

Viele Politiker und andere Nutznießer haben sich im Erfolg meiner Arbeit gesonnt. Viele Firmen haben in meinem Ort über mehrere Jahre Aufträge bekommen. Doch am Ende zählt dies alles nichts.

Auf Grund einer Bankfusion wurde unser Hotel „geopfert". Es kann eben nur 1 Vorstand und nicht 2 geben. Bei einer großen Fusion wo es um Milliarden geht müssen auch große Opfer her. Kleine Kreditnehmer spielen im Spiel der Großen keine Rolle. Da wir nicht wie so mancher Bauträger eine Insolvenz geplant hatten, trafen wir, meine Frau und ich, auch keine Vorsorge für die Zeit danach. Wir hatten keine Gütertrennung, keine GmbH, keine Konten in der Schweiz usw. Wir wollten einfach aus Überzeugung etwas tun und ehrlichen Gewissens etwas aufbauen und schaffen. Doch der gute Glaube hilft in dieser Welt auf keinen Fall. Es wurden rücksichtslos all unsere Firmen und unsere Existenzen vernichtet.

Kein Mensch der nicht in so einer Lage ist, kann sich vorstellen, welche Machenschaften, welche Unwahrheiten, welcher Lug und Betrug durch Banken machbar ist. Als insolventes Nichts seid ihr in dieser Lage aussichtslos unterlegen. Bankvorstände schrecken nicht einmal zurück, vor der Staatsanwaltschaft fingierte Schreiben vorzulegen. Auf einer der nächsten Seiten stelle ich euch diverse Schriftstücke vor.

Der vom Gericht für euch eingesetzte Insolvenzverwalter steht fast nie auf euerer Seite. Er hat nur Euros im Auge und macht wenn nötig auch mit den Banken noch diverse Geschäfte. Unser Verwalter hat in Absprache mit der Bank unser neu gebautes Hotel dessen Entstehungskosten bei 8,3 Mio. DM lagen einfach ohne Wertgutachten, ohne Versteigerung unter der Hand für 1,5 Mio. DM verkauft. Zufälligerweise reichte die gleiche Bank diesen neuen Kredit aus. Wir selbst erfuhren es erst aus der Zeitung. Es hat aber jeder Betroffene das Recht, Einspruch auf ein zu geringes Wertgutachten zu erheben. Wir hatten dazu keine Chance.

Recht zu haben und Recht zu bekommen sind eben 2 paar Dinge.

Eine weitere niederschmetternde Situation wird man erleben, wenn sich alle so genannten Freunde die man in der guten Zeit hatte sich ganz schnell abwenden und sehr viel erfundenes Gerede verbreitet wird. Ihr könnt euch dagegen nicht einmal wehren. Ein Pleitier muss einfach viel Dreck am Stecken haben.

Das Schlimmste ist aber der Verlust seines Hauses, seines Lebensmittelpunktes. Man steht mit gepackten Koffern vor dem Nichts. Das Ende von allem sind dann noch zerbrochene Ehen.

Und das sind genau die Punkte, wo ich mir gesagt habe: Es kann doch nicht sein, dass man gegen all diese Sachen machtlos ist und nicht als der einstige Unternehmer, als der einstige Motor der Region Gehör findet und als der letzte Looser dasteht.

Unser Bündnis bzw. Verein soll all diesen Menschen wieder Mut und Kraft geben. Gleichgesinnte können Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig wieder aufbauen. Mehrmals im Jahr treffen wir uns in einer gemütlichen Gaststätte um uns kennen zu lernen und uns gegenseitig zu helfen.

Wir sind keine Sekte und es steht kein Zwang im Hintergrund. Jeder arbeitet freiwillig wie er es für richtig hält im Verein mehr oder weniger aktiv mit.

Zum Schluss meiner Darstellung möchte ich euch, auch wenn ihr kein Mitglied im Verein werden wollt, einige Ratschläge geben.

Nach der Anmeldung euerer Insolvenz bekommt ihr sehr viel Post von so genannten Helfern. Sie möchten euch durch die Insolvenz begleiten, sie schlagen euch ausländische GmbH vor, oder sie geben euch ohne Schufa sogar Kredite. Selbst Anwälte bieten ihre Hilfe an. Jedoch wirklich gute Anwälte haben 1. keine Zeit Werbeschreiben zu verfassen und haben auch 2. Kundenfang nicht nötig.

Mein Aufruf an euch, fallt nicht auf diese vermeintlichen Angebote herein. Sie nutzen nur euere Not und Verzweiflung aus und ihr gebt euer letztes Geld dafür her. Spart euer Geld für eine neue Zukunft, dort benötigt ihr es sicherlich dringender. Im Anschluss findet ihr einige solcher so genannter Hilfsschreiben.

Falls ihr Fragen habt, wendet euch an uns. Wir könnten schon vielen Betroffenen helfen insbesondere bei der Sicherung des Eigenheimes.

Habt einfach wie ich den Mut und gebt nicht auf! Nach fast 3 Jahren harten Kampfes haben einige Betroffene und ich es geschafft einen großen allmächtigen Bankvorstand abzusetzen. Ihr seht dass man gemeinsam nicht mehr so ohnmächtig den Banken gegenübersteht.

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